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Einteilung der Sportarten
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Bei der Vielzahl der
heutigen Sportarten scheint es sinnvoll, diese zu klassifizieren. Konopka
unterteilt die Sportarten wie folgt
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Ausdauersportarten
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Marathon,
Triathlon, Langstreckenlaufen
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Kraftsportarten
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Gewichtheben,
Stoßdisziplinen, Kraftdreikampf
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Ausdauersportarten
mit hohem Krafteinsatz
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Radfahren,
Kanu, Skilanglauf
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Schnellkraftsportarten
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Sprungdisziplinen,
Kurzstreckenlauf
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Spielsportarten
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Fußball,
Tennis, Handball, Basketball
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Kampfsportarten
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Ringen,
Judo, Boxen, Karate
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Nährstoffrelationen der einzelnen Sportarten
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Ausdauersportarten
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| Je nach der Höhe
der Belastung werden bei Ausdauersportarten die Glykogen- und Fettreserven
aufgebraucht. Die Auffüllung der Glykogenreserven nach Training oder
Wettkampf spielt eine entscheidende Rolle in der Ernährung für diese
Sportler.
Beim Auffüllen der Glykogenspeicher ist
zu beachten, daß ein Gramm Glycogen 2,7g Wasser und 19,5 mg Kalium
bindet. Zum einen ist dies von Vorteil, da diese Nährstoffe bei der
Glykogenolyse dem Organismus zur Verfügung stehen, zum anderen muß bei
der Glykogensynthese ausreichend Flüssigkeit und Kalium mit der Nahrung
zugeführt werden.
Die Nährstoffrelationen bei
Ausdauersportarten sollten wie folgt aussehen:
60 % Kohlenhydrate
12 - 16 % Eiweiß
24 - 26 % Fett
Bei extremen Ausdauerleistungen kann der
Kohlenhydratanteil auf bis zu 80 % gesteigert werden. Dies kann z.B. nach
intensivem Training oder in der kohlenhydrat- reichen Phase im Rahmen der
Superkompensation der Fall sein. Es sollte vorwiegend auf fettarme Eiweißquellen
zurückgegriffen werden, da sonst der Fettanteil der Nahrung zu stark
ansteigt
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Kraftsportarten
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| Bei den
Kraftsportarten geht es im wesentlichen um die Entwicklung einer maximalen
Kraft. Voraussetzung hierfür ist ein hoher Muskelanteil, der durch das
notwendige Krafttraining und der damit verbundenen erhöhten Eiweißzufuhr
erreicht wird. Diese erhöht sich beim Kraftsportler auf 1,5 (- 2,5)g
Eiweiß pro kg Körpergewicht. Das entspricht etwa 15 - 20 % der täglichen
Energieaufnahme. Bei der hohen Proteinzufuhr ist darauf zu achten, daß
genügend Flüssigkeit getrunken wird, da nur so das
Stoffwechselendprodukt des Eiweißabbaus (Harnstoff) ausgeschieden werden
kann. 100g Eiweiß benötigen ein Mindestharnvolumen von 700ml Flüssigkeit.
Bisher liegen keinerlei Daten über ungünstige
Wirkungen einer weit über der Empfehlung liegenden Proteinzufuhr.
Da proteinreiche Lebensmittel meist auch
einen hohen Fettanteil aufweisen, sollte der Kraftsportler fettarme Eiweißquellen
vorziehen.
Die Eiweißzufuhr sollte auf mehrere
kleine Mahlzeiten (5 - 7) aufgeteilt werden, da sonst unverdautes Eiweiß
in tiefere Darmabschnitte gelangt und dort von Dickdarmbakterien zu
verschiedenen Gasen (z.B. Skatol, Indol) abgebaut wird, was zu Blähungen
und Durchfällen führen kann.
Besonders günstig ist es, wenn die Eiweißmahlzeit
kurz vor oder direkt nach dem Krafttraining eingenommen wird, da hier der
Muskelaufbau am effektivsten ist. Die Einnahme vor dem Training hat jedoch
zwei Nachteile. Zum einen sollte man nicht mit vollem Magen trainieren,
zum anderen kann ein Teil des Eiweißes zur Energiegewinnung herangezogen
werden. Jedoch ist die Energieausbeute aus Proteinen im Vergleich zu
Kohlenhydraten und Fetten weniger ergiebig.
Auch wenn an die Ausdauerleistung nur
geringe Anforderungen gestellt werden, ist eine ausreichende
Kohlenhydratzufuhr für den Kraftsportler von Bedeutung, da die
energiereichen Phosphatverbindungen durch den Abbau von Glykogen in der
Glykogenolyse regeneriert werden müssen. Deshalb sollten 55 - 60 % der
Nahrungsenergie in Form von Kohlenhydraten verzehrt werden.
Für den Fettanteil verbleiben dann nur
noch etwa 25 %. Dies ist sehr wenig, jedoch durch konsequente, fettarme
Ernährung zu erreichen. Der Anteil der tierischen Fette sollte zugunsten
von hochwertigen Pflanzenölen wie z.B. Olivenöl, Maiskeimöl oder
Sonnenblumenöl eingeschränkt werden. Für die Nährstoffrelationen
ergibt dies folgendes: 55 - 60 % Kohlenhydrate 15 - 20 % Eiweiß 25 % Fett
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Ausdauersport
mit hohem Kraftaufwand
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| Diese Sportarten
verbindet Ausdauer- und Kraftsport. Dabei werden zwei verschiedene
Muskelfasern gleichzeitig benötigt. Die roten sind hauptsächlich für
die Ausdauerleistung zuständig während die weißen Muskelfasern für die
Kraftentwicklung zuständig sind. Je nach Sportart muß der entsprechende
Kompromiß zwischen diesen beiden Muskelsystemen gefunden werden.
Ebenso stellt die Ernährung eine
Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport dar, d.h. der hohe
Kohlenhydratanteil der Ausdauersporternährung wird etwas zugunsten des
Proteinanteil reduziert.
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Schnellkraftsportarten
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| Schnellkraft
bedeutet, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Energie aufzubringen.
Die Sportarten stellen eine Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport dar, die
je nach Sportart sehr unterschiedlich sein kann. |
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Spielsportarten
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| Diese Sportarten
sind durch unregelmäßige Belastungsspitzen gekennzeichnet (z.B.
Zwischenspurts beim Fußball). Im Vordergrund steht die Ausdauerleistung,
woraus ein erhöhter Kohlenhydratbedarf resultiert. Charakteristisch für
Spielsportarten sind zwei oder mehrere Pausen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit
der Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme während des Spiels.
Davon sollte auch in jedem Fall Gebrauch
gemacht werden, da der Sportler so seine Energiespeicher auffüllen und
das Flüssigkeitsdefizit ausgleichen kann. Besonders geeignet sind leicht
verdauliche Kohlenhydratmahlzeiten (z.B. Bananen) sowie Sportgetränke. Für
sehr kurze Pausen eignen sich auch Kohlenhydrat-Mineralstoffgetränke.
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Kampfsportarten
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| Die
Kampfsportarten zeichnen sich durch die vielseitigen Anforderungen an
Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Kondition und Koordinationsvermögen aus.
Die Energiebereitstellung erfolgt im wesentlichen aus der anaeroben
Glycolyse, d.h. die Glykogenspeicher spielen hier eine wichtige Rolle.
Eine ausreichende Proteinzufuhr dient dem Muskel- und Kraftzuwachs sowie
der Konzentrationsfähigkeit.
Bei Turnieren absolvieren die Athleten
meist mehrere Kämpfe, so daß es sinnvoll ist, zwischen den Belastungen
kleine, kohlenhydratreiche Mahlzeiten und geeignete Sportgetränke zu sich
zu nehmen.
Da diese Sportarten in Gewichtsklassen
eingeteilt sind, ergibt sich für viele das Problem des „Gewicht machens“.
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Gewicht machen
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| Bei den
verschiedenen Kampfsportarten werden die Athleten in Gewichtsklassen
eingeteilt. Viele Sportler versuchen in der nächst niedrigen
Gewichtsklasse zu starten, um sich so einen Vorteil zu verschaffen. Meist
geschieht das recht kurzfristig, so daß sie in kurzer Zeit sehr viel
„Gewicht machen“ müssen. In der Kürze der Zeit kann der
Gewichtsverlust nur durch den Verlust von Muskelmasse und vor allen Dingen
Körperwasser erreicht werden.
Neben dem Flüssigkeitsverlust kommt es
zu einer verstärkten Ausscheidung von Mineralstoffen, v.a. von Kalium und
Magnesium. All diese Faktoren könne zu folgenden Symptomen führen:
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Eindicken
des Blutes
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Blutdruckabfall
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verminderte
Muskeldurchblutung
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Herzrhythmusstörungen
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Nicht selten geht der starke
Gewichtsverlust mit einem eklatanten Leistungsverlust einher, der
eigentlich nicht im Sinne des Sportlers sein kann. Bei der Vorbereitung
auf einen Wettkampf ist es daher sinnvoll, sich rechtzeitig auf die
entsprechende Gewichtsklasse vorzubereiten.
Ist dies nicht möglich, muß direkt nach
dem Wiegen für eine ausgeglichene Flüssigkeitsbilanz gesorgt werden,
indem eine ausreichende Menge eines geeigneten Sportgetränks getrunken
wird. Es sollten zunächst leicht verdauliche Kohlenhydrate zugeführt
werden, um die notwendige Energie für den Wettkampf zu erlangen.
Weiterhin sollten komplexe Kohlenhydrate (z.B. in Vollkornprodukten)
verzehrt werden, die die Leistungsfähigkeit über einen längeren
Zeitraum aufrecht erhalten können.
Eine übertriebene Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme
kann jedoch ebenfalls die Leistungsfähigkeit herabsetzen, da der überfüllte
Magen die Zwerchfellatmung einschränkt.
Letztlich muß der Sportler selbst
entscheiden, ob er ausgezehrt und schlapp eine Gewichtsklasse niedriger
antritt oder ob er topfit in der nächst höheren Gewichtsklasse startet.
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Für all diese
Sportarten gilt eine Nährstoffrelation von:
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55 %
Kohlenhydraten
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12 - 18 % Eiweiß
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27 - 33 % Fett
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