Wissenswertes zur chinesischen Sprache

Bei der Zusammenstellung der folgenden Informationen wurden die hier angegebenen Quellen verwendet.

Meist kann man sich, wenn sie Chinesen sprechen hört, kaum vorstellen, diese Sprache jemals zu erlernen. Dabei würde sich dies als viel leichter erweisen, als man zunächst annimmt. Zumal man dann Kenntnisse von derjenigen Sprache hätte, mit welcher ca. 1/5 aller  Menschen weltweit kommuniziert. Zweifellos ist es ein recht langwierigen Unterfangen, Chinesisch in Wort und Schrift komplett zu beherrschen. Um sich verständigen zu können oder einfache Schriftzeichen zu übersetzen, muss man dies jedoch gar nicht. Die Masse der Chinesen kann dies im übrigen auch nicht. Für den Alltagssprachgebrauch ist also ein begrenzter Wortschatz völlig ausreichend. Und wenn man als Anfänger auf die Grammatik (fast) völlig verzichten kann, klingt dies doch auch ganz gut. Ist Chinesisch also doch ganz einfach? Sicher nicht, aber auch nicht schwieriger als andere Sprachen.  Dafür aber ganz anders.  

Das größte Problem für Europäer ist zunächst die Tatsache, dass wir es hier nicht mit einer Alphabetschrift, sondern mit einer Bilderschrift zu tun haben. Und das macht die Angelegenheit für uns doch recht kompliziert. Es ist somit durchaus denkbar, sich mit einem Chinesen fließend zu unterhalten, ohne ein Schriftzeichen zu kennen, oder auch ganze Texte zu übersetzen, ohne ein Wort sprechen zu können. Man muss also zwischen der Schrift- und der Lautsprache unterscheiden.

               

Schriftsprache - Die chinesische Schrift ist vor ca. 4000 Jahren als sogenannte Bilderschrift entstanden. Bestimmte Gegenstände wurden bildhaft dargestellt, vergleichbar  sicher mit "Kleinkindbildern" unserer Zeit. Etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung wurde diese Bilderschrift von der Begriffsschrift abgelöst, d.h. die "Bilder" wurden abstrakter, z.T. eckiger, bestimmte Schreibregeln wurden eingeführt. 

Im Jahr 1716 hat der Kaiser Kangxi alle Schriftzeichen in einem Wörterbuch anordnen lassen, zur besseren Orientierung dabei die bis heute gültigen 214 Klassenzeichen eingeführt, welche die Suche nach unbekannten Schriftzeichen wesentlich erleichtern. Insgesamt gibt es ca. 50.000 Schriftzeichen, ein "Durchschnittschinese" kennt ca. 5.000, zum problemlosen Lesen einfacher Texte (z.B. in Tageszeitungen) würden ca. 2.000 Schriftzeichen ausreichen.  Sagt man.

Lautsprache - Um die Schriftzeichen in unsere Sprache zu "übersetzen" und aussprechbar zu machen, benötigt man zunächst eine "Umschrift", d.h. eine Möglichkeit, die chines. Zeichen "standardisiert" für uns sprechbar zu machen. Hier hat sich die sogenannte "Hanyu-Pinyin-Umschrift" durchgesetzt. Mit dieser Umschrift werden chinesische Wörter auf Straßenschildern, Landkarten u.ä. dargestellt.  Mao Zedong ist beispielsweise die Pinyin - Umschrift des einstigen starken Mannes von China.  Die chinesische Lautschrift besteht aus ca. 400 Silben. Dies ist nur ein Bruchteil von dem, worauf die deutsche Sprache an Silbenausstattung zurückgreifen kann. Da jedoch jede Silbe in vier verschiedenen Tönen gesprochen werden kann, hat man doch schon ca. 1600 Silben zur Verfügung. Und das ist sicher das größte Problem für uns Europäer. Neben dem einfachen Erlernen der Silben ist die richtige Aussprache von entscheidender Bedeutung.  So hat beispielsweise die Silbe "ma" je nach Aussprache die Bedeutung  "Pferd" oder "Mutter".  Man darf  also die Tonhöhe keinesfalls  ignorieren, um Peinlichkeiten zu verhindern. 

Vergleich zur japanischen Schriftsprache

Um 500 n.Chr. kamen die chinesischen Schriftzeichen mit dem Buddhismus nach Japan. In den nächsten Jahrhunderten wurde die japanische Lautsprache den chinesischen Schriftzeichen angeglichen. Um die japanische Sprache, welche wesentlich mehr grammatikalische Besonderheiten aufweist, auch Feinheiten schreiben zu können, wurden etwa um 1000n.Chr. zwei Silbenalphabete (Hiragana und Katakana) entwickelt. Somit hat die japanisch Schriftsprache heute drei Schriftarten, die chinesischen Zeichen, die Hiragana-Schrift für Sprachfeinheiten und die Katakana-Schrift für fremdsprachliche Ausdrücke. In dem unten stehenden Text erkennt man die Silbenzeichen an den kurzen, meist runden Zeichen.

本研究の目的は、異文化理解をテーマとした国際交流授業を通して、児童生徒が自文化の自明性をいかに認識していくかを考察することである。そうすることによって、国際理解教育のための新たな授業モデルを開発するにあたっての示唆を得たい。
 日本で「当たり前」なことを、外国で当然のようにやっていると、現地では「びっくり」されることがよくある。私にとっての「当たり前」は、必ずしも彼らにとっての「当たり前」というわけではない。しかし、重要なのはここからである。私の「当たり前」を、彼らが「びっくり」した場合、まず彼らは、①「なぜそんなことになるのか?」と問う。同時に私も、②「なぜそんなことでびっくりするんだろうか?」と問うことになる。①の問いは、彼らの「当たり前」に基づいて、また、②の問いは、私の「当たり前」に基づいて設定される。そして、両者の「当たり前」を比較検討することによって、彼らは私の「当たり前」を理解すると同時に彼ら自身の「当たり前」をも理解することができる。同時に私も、彼らの「当たり前」だけでなく、私自身の「当たり前」をも理解することができる。そのとき、そこに交流というものが成立し、何とも言えない「楽しさ」が生まれるのではなかろうか。