Reisebericht

 

                                                                        

1. Tag   -  Anreise / Fahrt nach Amish Country

Am 9.Mai 2002 begann die Studienfahrt mit einem sehr ruhigen Lufthansaflug von Leipzig über Frankfurt nach New York "JFK". Pünktlich 13.15 Uhr Ortszeit  angekommen, erfolgte direkt am Flughafen die Übernahme der Mietautos. Zwei Minivans für 13 Personen waren zwar nicht immer für alle sehr bequem, aber völlig ausreichend, die Reiseabschnitte an der Ostküste zu bewältigen. So ging es gegen 15.00 Uhr Richtung Amish Country. Die Fahrt bis Reading dauerte  länger als geplant, gegen 20.00 Uhr kamen wir im "Wellesley Inn", der Unterkunft für die nächsten zwei Tage an. Einige hatten bereits die ersten Telefonate in die Heimat hinter sich, fast alle schon  eine Schlafrunde im Auto. 

2. Tag   -   Begegnungen mit den "Amish"  

Durch die Zeitverschiebung ist die erste Nacht immer sehr zeitig beendet, deshalb fuhren wir schon sehr früh in das ca. 60 km entfernte Dorf  Intercourse. Nach einem ausgiebigen Bummel durch die vielen kleinen Lädchen mit amish-typischen Waren ging es auf  Kutschfahrt durch den Ort. Am Nachmittag  folgte der Besuch einer "Amish Farm".  Neben einer Führung mit interessanten Informationen zum Leben und Glauben der Amish stand hier auch "Unterricht" in einer Einraumschule auf dem Programm.    

 

        

3. Tag   -   Fahrt nach Washington / Arlington National Cementry           

Die Fahrt von Reading  nach Washington DC dauerte ca. 4 Stunden. So konnte  an diesem Nachmittag noch das Arlington National Cementry besichtigt werden. Die Gedenkstätte befindet sich oberhalb des Pentagon und war mit dem Auto gut zu erreichen.  Auf dem 153 Hektar großen Gelände sind über 245.000 Militärangehörige bestattet. Mit dem Tourmobil ging es zunächst zum Grab von John F. Kennedy. Hier brennt eine ewige Flamme, die seine Frau Jackie bei der Beerdigung 1963 entzündet hatte. Am "Grab des Unbekannten Soldaten" (das Grab hat vier Gruften mit den Überresten je eines unbekannten Soldaten aus beiden Weltkriegen, des Vietnam- und des Koreakrieges) wurden wir Zeugen der Wachablösung - eine beeindruckende Zeremonie. Unser Hotel für die nächsten 4 Tage in Washington ("Quality Hotel & Suites") befand sich direkt in Arlington, also optimal, um alles mit der U-Bahn zu erreichen.     

 

4. Tag   -   Memorials

An diesem  Sonntag  standen die "Memorials" auf dem Programm. Zunächst galt es, am Washington Monument Tickets für die Fahrt  zur Spitze des Denkmals zu erstehen. Wie fast alle Museen in Washington ist auch diese Auffahrt kostenlos, jedoch gab es 9.00 Uhr schon nur noch  Karten für 13.00 Uhr. Genügend Zeit also, das Korean War Veterans Memorial, Lincoln Memorial und das Vietnam Veterans Memorial zu besichtigen. Vor der Auffahrt zum Washington Monument galt es zunächst, sämtliche Speisen und Getränke zu "entsorgen", es dürfen hier keinerlei Nahrungsmittel mitgenommen werden. Einen sehr beeindruckenden  Blick hatte man dann von der Spitze des Denkmals. Am Nachmittag ging es Richtung Weißes Haus, hier waren anlässlich der "Police Week" zahlreiche Polizisten bereit, sich mit ihren "Harleys" fotografieren zu lassen. 

 

 

5. Tag   -   Library Of Congress / F.B.I. / Museen / Chinatown      

9.00 Uhr begann eine Führung durch die Kongressbibliothek. Im Thomas Jefferson Building sind zahlreiche einmalige Schriften ausgestellt, darunter Thomas Hobbes` "Leviathan" und die erste Gutenberg-Bibel, welche mit beweglichen Lettern gedruckt wurde. Imponierend auch der Hauptlesesaal, mit einer 49m hohen Kuppeldecke. Die im Anschluss geplante Besichtigung des Capitol musste leider verschoben werden, weil um 10.30 Uhr bereits alle Tickets für diesen Tag vergeben waren. So ging es - vorbei am US Supreme Court - zum F.B.I.-Building und völlig überraschend - entgegen allen schriftlichen Anfragen in Vorfeld - wurden hier doch wieder Touren durchgeführt. In zwei Stunden erfuhr man hier - völlig kostenlos - eine ganze Menge über die Arbeit des F.B.I., die Ausbildung und Ermittlungstechniken. Beeindruckend hier vor allem auch die Waffensammlung und Waffendemonstration am Ende der Führung. Nach der F.B.I.-Tour ging ein Teil der Gruppe in das National Air and Space Museum, der andere Teil in die National Galery of Art. Zum Ausklang des Tages stand  Chinatown auf dem Programm. Im Zentrum (Kreuzung von H Street und 7th Street)  steht hier der "Friendahip-Archway", der größte Torbogen außerhalb Chinas.  Bei einem Abstecher in das direkt neben Chinatown gelegene Goethe-Institut konnten wir eine Ausstellung zu J.F.Kennedy besichtigen und interessante Informationen für die verbleibende Zeit in Washington erhalten.  

 

6. Tag    -   Capitol / National Museum of Natural History

An diesem Tag war bereits 5.00 Uhr Wecken angesagt, um  zwei Stunden später in der Schlange nach den Tickets für das Capitol zu stehen. Diesmal mit Erfolg. Zwar standen an diesem Tag die die ersten zu unserer Weckzeit bereits hier, dennoch erhielten wir Karten für die Führung um 10.00 Uhr. Hier zeigte man uns zunächst die Kuppelhalle und angrenzende "National Statuary Hall". Nach einigen  Diskussionen nach Ende der Führung gelang es doch , die Gästepässe für Senat und Repräsentantenhaus zu bekommen. Von der Besucherterasse konnten wir hier der Tagung des Senats beiwohnen, im Repräsentantenhaus war die Sitzung leider gerade unterbrochen. Dennoch ein beeindruckendes Erlebnis. Nach dem Mittagessen im "Old Post Office", einem imponierenden Bau, ging es zum "Nationalmuseum  für Naturgeschichte". Obwohl  nur ein Bruchteil von insgesamt 120 Millionen (!) Exponaten gezeigt wird, reichte ein halber Tag natürlich nicht , um alle Ausstellungen zu sehen. Der Insektenzoo und die Dinosaurierhalle waren sicher am interessantesten, der "Hope-Diamant"  (mit 45,52 Karat der weltweit größte dunkelblaue Diamant) stellte hier das am intensivsten bewachte Exponat dar.

 

7. Tag   -   Philadelphia

Vor der Weiterreise nach Philadelphia ein Stopp am Pentagon. Obwohl leider keine  Führungen  möglich, waren Umfeld und Sicherheitsmaßnahmen  recht beeindruckend. Nach der Fahrt von Washington nach Philadelphia  ging es dann am Nachmittag mit dem Bus vom Hotel in die City von Philadelphia. Sehr schnell wurden die Unterschiede in der Bevölkerungszusammensetzung  zwischen Washington und Philadelphia deutlich. Im voll besetzten Bus waren wir die einzigen "Weißen", die Fahrt ging durch eher ärmere Viertel. Die Besichtigung Philadelphias beschränkte sich auf die Gegend um "Liberty Bell" - die Freiheitsglocke und Downtown mit einer schönen Skyline. 

 

 

8. Tag   -   New York / Harbor Lights

Der letzte Tag mit dem Mietauto war angebrochen. Gleich früh ging es nach  New York, erste Station hier Cosmopolitan Hotel - unserem Quartier für die nächsten  4 Nächte. Dem folgte die Autorückgabe in Lower Midtown und  "New York zu Fuß" (und subway)  konnte beginnen. Highlight an diesen ersten Tag  war sicher die "Circle Line Harbor Lights", eine zweistündige Schifffahrt bei Sonnenuntergang um Manhattan. Nicht minder beeindruckend der anschließende Gang über den nächtlichen Times Square zur U-Bahn. 

 

 

9. Tag   -   New York / Manhattan.Bridge / Fischmarkt / UNO / Nördl. Manhattan

Ein Tag mit "vollem Programm". Bereits um 5,30 Uhr ging es zu Fuß zum "Fulton Fish Market". Zunächst ein mächtiger Fischgeruch, Gabelstapler karren Fisch jeglicher Art und Größe hin und her, dann doch Staunen über die hier gehandelte Ware. Schließlich ist das hier der größte Fischmarkt Nordamerikas. Nächstes Ziel war die Brooklyn Bridge. Mit der U-Bahn fuhren wir  zunächst nach Brooklyn, sodass der Fußweg über die Brücke direkt auf Manhattan zuging. Leider ohne Sonnenaufgang, da an diesem Tag Bewölkung angesagt war. Nach kurzem Frühstück war die Wallstreet die nächste Station. Aber leider war die Besichtigung der Besucherterasse  in der Börse aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Weiter ging es per subway zur UNO. Hier war zunächst ein Treffen mit einem Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen im German House. Man erfuhr  viele interessante Fakten über die Arbeit der UNO und die "Spielchen hinter den Kulissen". In der 21. Etage des Deutschen Hauses hatte man einen schönen Blick auf das UN-Hauptgebäude. Die Besichtigungstour in der UNO führet dann in die verschiedenen Sitzungssäle. Der Rest des Tages wurde im Nordteil Manhattans verbracht, St. Pauls Cathedral, Rockefeller Center, FAO Schwarz - einem gigantischen Spielzeuggeschäft-, Sony Center und Trump Tower. Über Chinatown führte der Weg zurück zum Hotel. 

 

10. Tag   -   Shopping / Greenwich / Empire State Building / Times Square bei Nacht

Eine völlig neue Erfahrung: Regen. Das geplante Jogging im Central Park mußte auf den nächsten Tag verschoben werden. So war am Vormittag Shopping angesagt. Zunächst die Manhattan Mall, dann Macy`s und schließlich TOYS`R`US. Pünktlich zur Greenwich-Tour dann Ende des Regens. Auch hier viele Shoppingmöglichkeiten. Und ein weiterer Höhepunkt: das Empire State Building bei Nacht,  vorher eine virtuelle Reise im Helikopter durch Manhattan. Alles sehr beeindruckend. Gleiches trifft auf den nächtlichen Times Square zu. Berittene (Show-) Polizisten, gigantische Leuchtreklame und Menschen, Menschen, Menschen...

 

11. Tag   -   Harlem Gospel Tour / Liberty- und Ellis Island / Central Park 

Für einige zunächst das verschobene Jogging im Central Park und ein Staunen über die Menge frühaufstehender Läufer, Walker, Biker und Skater. Und dann alle in die Sonntagskleidung. Harlem Gospel stand auf dem Programm. Pünktlich 9.00Uhr startete der Bus in den nördlichsten Teil Manhattans. Locker und hochinteressant berichtete der Reiseleiter hier über die Geschichte und Entwicklung Harlems und räumte kräftig mit Vorurteilen und Klischees auf. Während in vielen Reiseführern vor dem Besuch der Gegenden jenseits der 90th Straße gewarnt wird, schlenderten wir locker über die 125th, in welcher sich auch das Büro des ehemaligen Präsidenten Clinton befindet, ohne auch nur ansatzweise das Gefühl von Unsicherheit zu haben. So bot sich uns Harlem als ein nobler Stadtteil, in welchem, auch das wurde auf der Busfahrt deutlich, natürlich auch soziale Probleme in bestimmten Gegenden anzutreffen sind. Beim Besuch des Gottesdienstes bekam man in besonderer Weise die Herzlichkeit und Offenheit der Schwarzen zu spüren. Und wir mussten feststellen, dass offenbar alle hier riesige Gesangstalente sind. Wohl jeder Europäer ist hier – obwohl wie in einer eher kleinen und ärmeren Gemeinde zu Gast waren- maßlos beeindruckt von dieser Atmosphäre. Nach dieser halbtägigen Tour ging es per U-Bahn zu Ellis Island,  Freiheitsstatue  und schließlich zurück in den Central Park. Hier zunächst zum Dakota-Haus, der Stelle, an welcher John Lennon ermordet wurde und dann quer durch den Park zurück zur 5th Avenue. Vom Skaterfest  bekamen wir leider nur das Ende mit, aber dennoch ein Erlebnis. Ja, dann hatte auch schon der letzte Abend begonnen, zum Ausklang sollte es das Hard Rock Cafe sein. Bei angenehmer Musik und stilvollem Ambiente konnte man hier den Tag ausklingen lassen.

12. Tag   -   Ground Zero / Chinatown

Am  letzten Tag ging es zunächst zu Fuß  vom Cosmopolitan Hotel die drei Blöcke zum Ground Zero. Die Aufräumarbeiten standen hier kurz vor dem Abschluss. Von der Besucherterasse konnte man das Ausmaß der Zerstörung nur erahnen und jedem, der früher von der Spitze der Türme Manhattan bewundern konnte, lief ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Beim anschließenden Bummel durch Chinatown konnten die letzten Dollar ausgegeben werden, dann  mit der U-Bahn direkt vom Hotel zum "JFK". Pünktlich 15.55 Uhr ging es mit dem Lufthansa- Airbus nach Frankfurt und dann weiter nach Leipzig.  Pünktlich 7.15 Uhr konnten alle recht müde und erschöpft aber dennoch glücklich von Eltern, Freunden und Bekannten in Empfang genommen werden.  

 

 

 

 

 

 

 

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> ein Laden in der Fußgängerzone bietet selbst hergestellte Marmeladen, Dressings u.ä. an, man sollte sich hier unbedingt "durchkosten"

> wer Zeit hat, sollte unbedingt das "Railroad

 Museum Of Pennsylvania" besichtigen, in einer riesigen Halle mit zahlreichen historischen Lokomotiven  wird nicht nur der Eisenbahnfreund ins Staunen kommen

> Tourmobile fahren alle 15 Minuten vom Besucherzentrum ab, für einen ersten Überblick sollte man die 8 Dollar investieren

> ein Ticket für die U-Bahn kostet ca. 1,50 Dollar, je nach Entfernung (z.B. von Arlington bis Smithsonian 1,20)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

> derzeit ist es schwer möglich, genaue Informationen über Besichtigungsmöglichkeiten öffentlicher Einrichtungen zu erhalten - oft sind selbst amtliche Auskünfte nicht korrekt, auf jeden Fall vor Ort versuchen!

 

 

> das Goethe-Institut befindet sich in 814, 7th.Street

 

 

 

> die Tickets werden ab 8,45 Uhr am Osteingang des Capitols nach dem Prinzip "first come, first serve" vergeben, meist sind die Karten bereits 10.00 Uhr für den gesamten Tag raus; man sollte sich hier gleich den gelben und grünen "International Guest Pass" geben lassen, um auch Zutritt zu Senat und Repräsentantenhaus zu haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

> ein Wochenticket der subway kostet 17$ und erlaubt unbegrenzte Nutzung aller im Großraum NY, einschließlich der Fahrt zum Flughafen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

> Linie A fährt von Downtown Manhattan direkt zum "JFK", Fahrtzeit ca. 30 Minuten bis "Howard Beach", dann ein kostenloser Shuttle direkt zum Abflugterminal