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Alle Wege führen nach Rom |
Sicher, wir hatten alle schon einmal etwas von der Hautstadt Italiens gehört. Aber die wenigsten unter uns hatten bereits das berühmte Kolosseum gesehen oder sind die Via Sacra entlang gegangen. Voller Erwartungen stiegen wir, SchülerInnen der Klassenstufen 11 und 12 des Pestalozzi-Gymnasiums am 21.09. in den Reisebus.
Die Fahrt zu unserer ersten Reisestation Florenz verlief komplikationslos. Goethe sagte einmal: "Ja, ich bin in der Hauptstadt der Welt angelangt!" Wie wahr. Das Herz der Toskana - für viele bedeutet dies vor allem verträumte Gassen und liebevoll gestaltete Balkone. Allerdings hat Florenz sehr viel mehr zu bieten. Wer kennt nicht Michelangelos weltberühmte Statue "David". Und obwohl das Innere des Doms Santa Maria del Fiore recht kühl und nüchtern gehalten ist, gestalten die sehenswerten Glasfenster eine beeindruckende Atmosphäre. Besonders empfehlenswert ist auch die Ponte Veccio. Diese Brücke ist eines der Wahrzeichen von Florenz. Die ersten Läden öffneten hier im 13. Jahrhundert ihre Pforten, im Laufe der Zeit wurde jedoch zunehmend Wohnungsbau betrieben. Allerdings ist die Brücke bis heute autofrei geblieben.
Wieder im Bus setzten wir unsere Reise in Richtung Rom fort. Nach einer weiteren Nacht fanden wir uns in einer der wohl geschichtsträchtigsten und eindrucksvollsten Städte wieder. Unser erster Haltepunkt stellte dabei das Kolosseum dar. Unter Vespasian und Titus errichtet, ist es der Inbegriff für Gladiatorenkämpfe schlechthin. Am Konstantinbogen vorbei erreichten wir das ehemalige Zentrum Roms. Auf dem Forum Romanum ist die Basilika Aemilia zu finden, daneben die Curia. 
Weiterhin kann man hier den Tempel des Saturn und den Siegesbogen von Kaiser Titus sehen. Über das Kapitol, das im Altertum das religiöse Zentrum der Stadt war, gelangten wir zum Pantheon. Marcus Agrippa lies dieses kuppelartige, sieben Planetengöttern geweihte, Gebäude errichten. Heute ist das Pantheon die Grabeskirche der römischen Könige. Besonders erwähnenswert ist auch der Trevi-Brunnen. Er ist der berühmteste Brunnen in Rom, denn es ist ein Ritual hier zum Abschied der Stadt drei Münzen mit der rechten Hand über die linke Schulter hineinzuwerfen und so noch einmal die Möglichkeit zu haben die Metropole zu besuchen. Am späten Nachmittag erreichten wir die Spanische Treppe, die zu Ehren des Papstes Innozenz XIII. erbaut worden ist. Am oberen Ende der Treppe steht eine französische Kirche, die im Inneren ein Grabmahl eines Schülers von Michelangelo birgt.
Am Mittwoch, dem 24.09., besichtigenden wir den Vatikan, den kleinsten souveränen Staat der Erde. Einen der Höhepunkte stellte hier die Besichtigung der Sixtinischen Kapelle dar, die von Michelangelo ausgestaltet worden ist. Unvergesslich wird für viele unter uns auch der Anblick des Petersdoms bleiben. Diese Kirche ist wohl das Symbol des Christentums und eine der prächtigsten Kirchen überhaupt. Auf der Fassade stehen die Statuen von Christus und den Aposteln. Außerdem kann man auch die Kuppel des Petersdoms besichtigen und hat so einen atemberaubenden Blick auf die Stadt.
Den folgenden Tag verbrachten wir in Ostia Antica, einer ausgegrabenen antiken Stadt. Ostia hat ein wunderschön erhaltenes Amphitheater. Weiterhin kann man durch zahlreiche Bodenmosaike die historische Entwicklung verfolgen. Am Nachmittag nutzen einige unter uns die Möglichkeit sich im angenehm warmen Mittelmeer zu erfrischen, andere ließen ihre Seele im Sand liegend baumeln oder spielten Volleyball. Erholt konnten wir so unseren letzten Abend in geselliger Runde verbringen, bevor wir am nächsten Morgen unseren Heimweg antreten mussten.
Bei Siena besichtigten wir letztlich den Tarotgarten von Niki de Saint Phalle. Mit unterschiedlichen Empfindungen stiegen wir in den Bus Richtung Borna.
Abschließend kann ich sagen, dass niemand unter uns die Erfahrungen und Eindrücke, die wir auf dieser Fahrt gewonnen haben, missen möchte. Und Rom wird sicher immer eine Reise wert bleiben. Gedankt sei an dieser Stelle vor allem Fr. Bekker, Fr. Oeser und Hr. Proskawetz.
von Karolin Loßner